Chronik

1882 | 1914 | 1946 | 1957 | 1975 | 1983 | 1999 | 2010

1882

In der Zeit des Kaiserreichs Ende des 19. Jahrhunderts nahm, einhergehend mit der Industrialisierung das wirtschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland einen ungeheuren Aufschwung, der sich auch in den Dörfern des Schwarzwaldes auswirkte. So fanden sich wie in zahlreichen anderen Gemeinden auch in St. Märgen musikfreudige Männer um Hauptlehrer Furtwängler zusammen und gründeten eine Musikkapelle, die zunächst nur aus acht Musikern bestand.

1885

Bereits nach wenigen Jahren hatte sich die Musikkapelle auf rund 25 Aktive vergrößert.

1896

Hauptlehrer Katzenberger übernahm die musikalische Leitung und verhalf der Musikkapelle zu einem weiteren Aufschwung.

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1914-1918

Hauptlehrer Müller konnte die musikalische Betätigung trotz der Kriegseinwirkungen aufrecht erhalten.

1918

Schmiedemeister Josef Hummel führt die Musikkapelle als Dirigent mit großem Idealismus durch die Zeit nach dem ersten Weltkrieg mit Geldentwertung und folgenschwerer Wirtschaftskrise.

1925

Unter dem Vereinsvorsitzenden Otto Hummel, dem Sohn des Dirigenten, gibt sich der Verein mit jetzt 38 Aktiven eigene Statuten, die den Musikern strenge Pflichten auferlegten. Der Verein war in dieser Zeit überaus aktiv und führte jedes Jahr auch ein Theaterstück auf.

1930

Beitritt zum Musikverband Hochschwarzwald

1933

Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum konnte noch ein eindrucksvolles Fest mit Festumzug durch das Dorf gefeiert werden. Danach war die Vereinsarbeit stark geprägt und eingeschränkt durch die veränderte politische Lage.

1939-1945

In der schweren Kriegszeit stand dem Musikverein Birkwegbauer Josef Wehrle voran. Ab 1941 mussten jegliche musikalischen Auftritte eingestellt werden.

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1946-1950

Viele begabte Musiker sind aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Auch die Instrumente und Noten waren verloren gegangen oder unbrauchbar geworden. Dennoch fassten unter Dirigent Hermann Becker, Josef Wehrle, August Fehrenbach und Karl Hog wieder einige Musiker neuen Mut und fanden sich zum gemeinsamen Musizieren zusammen, anfangs mit geliehenen Instrumenten, so dass ab dem Jahr 1948, als auch einige Musikkameraden aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt waren, die Aktivitäten wie in den 20er Jahren fortgesetzt werden konnten.

1951

Karl Schuler aus Kirchzarten übernahm den Taktstock von Hermann Becker. Er prägte den Verein fast 25 Jahre lang und brachte ihn zu beachtlichen musikalischen Leistungen.

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1957

So konnte sich der Musikverein zum 75-jährigen Jubiläum vor den vielen Festgästen in einer erfreulichen Stärke, Geschlossenheit und mit beeindruckenden musikalischen Leistungen präsentieren.

1957-1975

Begünstigt durch den allgemeinen Aufschwung und den wachsenden Fremdenverkehr in der Gemeinde entwickelte der Musikverein weitere Aktivitäten wie Kurkonzerte und Waldfeste.

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1975-1978

Vizedirigent Gerhard Lickert übernimmt den Taktstock von Karl Schuler.

1978

Die Musikkapelle schafft Trachtenanzüge an und gibt sich den heutigen Namen „Trachtenkapelle St. Märgen“. Zur gleichen Zeit findet ein erneuter Dirigentenwechsel statt und Dr. Hartmut Braun aus St. Peter tritt die musikalische Leitung an.

1979

Die Trachtenkapelle beschließt eine neue Satzung und lässt sich in das Vereinsregister eintragen.

1982

Die Trachtenkapelle feiert unter dem Vereinsvorsitzenden Ernst Hermann und dem Dirigenten Dr. Braun im großen Rahmen ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum mit Festbankett und Festumzug, an dem über 40 Gruppen und Musikkapellen teilnehmen. Aus Anlass dieses Jubiläums wird ihr die vom Bundespräsidenten gestiftete Pro-Musica-Plakette verliehen.

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1983-1989

Unter dem Vereinsvorsitzenden Hansjörg Löffler erfährt die Trachtenkapelle einen weiteren Aufschwung und kann insbesondere viele Jungmusiker für die Blasmusik begeistern und heranbilden.

1989

Der bisherige Vizedirigent Wilfried Rießle übernimmt die musikalische Leitung der Trachtenkapelle. Das Instrumentarium wird um einen kompletten Saxophonsatz erweitert. So bietet der Klangkörper vielseitigere Möglichkeiten, besonders auch für zeitgenössische Blasmusik.

1990

Zusammen mit Vizedirigent und Jugendausbilder Helmut Hermann führt Wilfried Rießle die Trachtenkapelle und auch die große Zahl von Jungmusikern, die ihre musikalische Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule Dreisamtal erhalten, zu einer weiteren Leistungssteigerung.

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1999

Mit dem voller Einsatzfreude und Idealismus wirkenden Dirigenten Hans Moser aus Herbolzheim und der Vorstandschaft unter dem Vorsitzenden Manfred Herrmann entwickelt sich die Trachtenkapelle in musikalischer und kameradschaftlicher Hinsicht weiter und bereitet sich mit rund 45 aktiven Musikerinnen und Musikern und einer starken Jungmusikergruppe auf das im Jahr 2007 zu feiernde 125-jährige Vereinsjubiläum vor.

2010

Nachdem sich Hans Moser nach 10-jähriger sehr erfolgreicher Tätigkeit Ende 2009 mit einem denkwürdigen Konzert verabschiedet hatte, übernahm Alois Huber im Februar 2010 die Kapelle. Es wurde schnell klar, dass man mit Alois Huber einen sehr erfahrenen und engagierten Dirigenten gewonnen hat, der die Kapelle mit seinem bayrischen Charme sehr souverän zu neuen musikalischen Ufern führt.

2016

Erstmals in der Geschichte der Trachtenkapelle übernimmt ein dreiköpfiges Vorstandsteam die Vereinsführung. Hierzu war auch eine Satzungsänderung nötig. 

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